Es gestaltet sich gerade ein wenig schwierig über den Film etwas zu schreiben. Das Hirn hat sich nach den ersten 10 Minuten des Films in den Ruhemodus begeben und muss nun langsam wieder in Betrieb gebracht werden.
Wie gerade geschickt angedeutet ist “Death Race” ein Film, der absolut keine Hirnmasse vom Konsumenten fordert. Der Großteil des Filmes besteht aus Driftszenen und Ballerei - stumpf, sehr stumpf, manchmal einfach zu stumpf.
Die Story ist ganz simpel und so unspektakulär, dass ich sie grob zusammenfassen werde:
Im Jahr 2012 geht es der Welt schlecht! So schlecht, dass nur noch Mario-Kart ähnliche Wettrennen die Menschheit bei Laune halten. Rennen, die bewaffnete Autos und unglaublich männliche Fahrer bestreiten. Rennen, die ganz genau wie bei Mario-Kart bei der Überfahrt eines “Items” tolle Zusatzfunktionen im Auto freischalten wie Stein, Schere und Papier. Ach ne, Schwert, Schild und ( ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaub es hieß wirklich so) Tod. Diese Rennen werden von Häftlingen bestritten und der, der fünfmal gewinnt kommt frei.
Dem armen, ehrlichen Arbeiter Jensen Ames, gespielt von Jason Statham, wird ein Mord angehängt. Er muss in den Knast und darf, weil er toll Autofahren kann, die Rolle des Publikumsmagneten “Frankenstein” einnehmen. Dieser ist der Held der Zuschauer, trägt aber eine Maske und kann daher problemlos ersetzt werden. Hierfür ist die böse Gefängniswärtin, gespielt von Joan Allen, zuständig. Diese hat - obacht Spoiler - die Frau von Jensen Ames umbringen lassen. Ihr durchtriebener Plan: Mehr Zuschauer, mehr Geld.
Im Prinzip plänkelt die Geschichte dann ein wenig vor sich hin. Jensen Ames will sich rächen, will fliehen, plant einen Ausbruch, entkommt und findet eine neue Frau für’s Leben.
Man merkt direkt: Tolle Story!
Aber dennoch: Wen es nicht stört, dass absolut kein Realismus bei den Rennen vorhanden ist wird sicherlich freudig erregt sein, wenn er den Szenen folgt, die darstellen, wie ein Auto mehr oder weniger ohne Schaden zu erhalten, minutenlang von einer laut donnernden Gatling Gun beschossen wird. Wie aufgemotzte Wagen sich rammen und um die Kurven driften und wie permanent ein Feuerball in den Himmel steigt.
All das sieht auch wirklich nett aus und macht durchaus Spaß zu sehen.
Insgesamt darf man von dem Film nicht viel erwarten. Es ist ein ganz simpel gehaltener, auf die reine Action reduzierter Film, der nette Kamerafahrten und viele Explosionen beinhaltet - das allerdings sehr ansehnlich gestaltet und für knapp 2 Stunden auch noch in einem so gerade erträglichen Rahmen.

Klingt ein wenig stumpfer und plumper als die Transporter-Filme, aber bislang empfand ich die Sachen mit Statham eigentlich immer als “Trash auf hohem Niveau”. Werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, aber wohl nicht im Kino, schliesslich ist das schon für Transporter 3 gebucht.
Posted by AgentSmith on Dezember 2nd, 2008.
Ich würde mich jetzt nicht als großen Stratham-Fan bezeichnen, aber ich habe bis jetzt auch noch keinen Film mit ihm gesehen, der mich nicht zum Großteil ziemlich unterhalten hat.
Immer eher trashig und sehr actionlastig, aber manchmal braucht man ja Unterhaltung genau auf dem Niveau.
Filmstarts.de schrieb zu Death Race: “Wer sein Hirn einmal gepflegt mit spektakulärem Nonsens durchpusten lassen möchte, sollte ein Kinoticket lösen. Der Film hat zwar keinen Sinn oder Verstand, aber er rockt…”
Und das stimmt!
Posted by Kwoth on Dezember 2nd, 2008.
Jo, sowas mag ich durchaus gerne mal zwischendurch. “Crank” fand ich sogar echt geil.
)
(Übrigens, der Herr schreibt sich ohne “r”.
Posted by AgentSmith on Dezember 2nd, 2008.
Ich liebe Filme mit Jason Statham, und ich fand das Remake von “Frankensteins Todesrennen” echt geil!
Mir hat Kino endlich mal wieder Spaß gemacht.
Posted by Sam on Dezember 2nd, 2008.
[...] Race rein, dachte ich mir, schließlich wollt ich eh schon ewig schauen und bin nie dazugekommen. Henning hat eine sehr prägnante und zutreffende Beschreibung gefunden, die ich hier kurz zitiere: [...]
Posted by Death Race - Dodge this! on Januar 28th, 2009.